Versorgungsbezüge

Wenn Sie Versorgungsbezüge erhalten, stellen sich verschiedene Fragen, z. B. wie sich die Zahlung auf Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auswirkt. Wir haben die Antworten.

Versorgungsbezüge sind mit der Rente vergleichbare Einnahmen, die im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis stehen. Man spricht daher auch von betrieblicher Altersversorgung. Der bekannteste Versorgungsbezug ist die monatlich gezahlte Betriebsrente.

Für Versorgungsbezüge sind grundsätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Dabei gilt für die Krankenversicherung der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung.

  • Renten der betrieblichen Altersversorgung,
  • Renten der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst,
  • Versorgungsbezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften (z. B. Pension),
  • Renten der Versicherungs- und Versorgungseinrichtung für besondere Berufsgruppen, wie zum Beispiel Ärzte, Tierärzte, Architekten, etc.,
  • Renten aus der Alterssicherung der Landwirte,
  • Kapitalleistungen aus Direktversicherungen.

Kapitalisierte Versorgungsbezüge werden als Einmalzahlung ausgezahlt. Dazu gehören die Direktversicherungen und auch die 60+ Leistungen.

Die kapitalisierten Versorgungsbezüge werden für 10 Jahre bei der Berechnung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigt. Monatlich wird der 120. Teil des Gesamtauszahlungskapitals für die Berechnung der Beiträge herangezogen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Auszahlung in einer Einmalzahlung oder in Raten erfolgte.

Das Gesamtkapital einer Direktversicherung wird in Höhe von 60.000,00 € ausgezahlt.

60.000,00 € : 120 Monate = 500,00 € monatliche Grundlage zur Berechnung der Beiträge

In diesem Beispiel sind für 10 Jahre aus dem Bemessungsentgelt in Höhe von 500,00 € Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen.

Für Versorgungsbezüge werden keine Beiträge fällig, wenn sie insgesamt eine Grenze von monatlich 148,75 € (2017) nicht übersteigen.