Elektronische Gesundheitskarte

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zur Elektronischen Gesundheitskarte

Der Fehler liegt in der Praxissoftware, die quasi ihrer Zeit voraus ist: Die Software führt nämlich eine Prüfung auf so genannte Gesundheitsanwendungen durch, obwohl diese Anwendungen erst in Zukunft zugelassen werden.

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Wir haben alle Kunden von Beginn an mit G1plus-Karten ausgestattet. Äußerlich ist der Unterschied zu den herkömmlichen G1-Karten nicht erkennbar, da eine entsprechende Kennzeichnung nicht zugelassen ist. Bitten Sie in der Arztpraxis darum, Ihre Karte einlesen zu lassen. Das Ergebnis wird eine funktionsfähige, gültige eGK sein.

Zurzeit erhalten viele Kunden eine neue Gesundheitskarte der so genannten zweiten Kartengeneration (eGK-G2). Nach und nach statten wir alle Versicherten damit aus. Damit erfüllen wir die Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Aufgrund dieser Vorgaben müssen alle Versicherten bis zum 31.12.2018 mit der neuen Karte ausgestattet sein. Die neue Karte verfügt über eine neue Verschlüsselung und erfüllt die aktuellsten Sicherheitsanforderungen. Wenn Sie eine neue Gesundheitskarte mit dem Aufdruck G2 erhalten haben, vernichten Sie bitte Ihre alte Karte - eine Rückgabe an uns ist nicht erforderlich.

Die elektronische Gesundheitskarte enthält Pflichtangaben, wie sie auch auf der bisherigen Versichertenkarte gespeichert sind. Das sind vor allem Angaben zur Person:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Anschrift
  • Krankenversichertennummer
  • Versichertenstatus (Mitglied, Familienversicherter oder Rentner)

Die elektronische Gesundheitskarte muss bei allen Versicherten ab 15 Jahren zur Identifikation mit einem Foto des Versicherten ausgestattet sein. Dadurch wird vor allem der Missbrauch der Karte, zum Beispiel bei Verlust, erheblich erschwert. Zudem enthält die neue Karte die Berechtigung zur Behandlung im europäischen Ausland, den so genannten Auslandskrankenschein. Dieser befindet sich als aufgedruckter Sichtausweis auf der Kartenrückseite.

Die elektronische Gesundheitskarte bietet die Möglichkeit, in ihren weiteren Entwicklungsstufen neben den Pflichtangaben freiwillig zusätzliche medizinische Angaben zu speichern. Jeder und jede Versicherte kann selbst entscheiden, welche freiwilligen Anwendungen er/sie nutzen möchte.

  • Als eine der ersten freiwilligen Anwendungen werden die Versicherten eine Arzneimitteldokumentation freischalten können, d. h. eingenommene Arzneimittel können dokumentiert werden. Auf dieser Basis können bei Neuverordnungen durch eine Überprüfung gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erkannt und vermieden werden.
  • Eine weitere freiwillige Anwendung ist die Speicherung von Notfalldaten. Auf freiwilliger Basis können Versicherte Notfallinformationen wie zum Beispiel Angaben zur Blutgruppe, bestehende Vorerkrankungen oder bestehende Allergien und Arzneimittelunverträglichkeiten auf der Karte speichern lassen, die im Ernstfall eine rasche und vor allem richtige Behandlung sicherstellen können.
  • Im freiwilligen Datenteil der Gesundheitskarte lassen sich darüber hinaus auch Arztbriefe elektronisch übermitteln oder Patientenquittungen ablegen, die den Patienten über die vom Arzt erbrachten Leistungen informieren.

Ganz wichtig: Alle im freiwilligen Teil möglichen Angaben dürfen nicht ohne die Einwilligung der Versicherten gespeichert werden. Abgelegte Daten können dort auch zu jeder Zeit auf Wunsch des Versicherten gelöscht werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur papierlosen Übertragung eines Rezeptes, dem so genannten elektronischen Rezept.

Der Versicherte entscheidet, wer wann welche Daten lesen darf. Eine Ausnahme sind die Notfalldaten, die ein Arzt einsehen können muss, wenn der Betroffene zum Beispiel ohnmächtig ist. Zugriff auf die gespeicherten Daten hat also nur, wer vom Versicherten die Erlaubnis dazu hat und über eine Zugriffsberechtigung in Form eines elektronischen Heilberufsausweises verfügt. Das sind vor allem Ärzte, Zahnärzte und Apotheker. Der Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte unterliegt strengen datenschutzrechtlichen Regeln. Bei Dateneinträgen, denen der Versicherte freiwillig zugestimmt hat, kann er jederzeit auch ihre Löschung verlangen. Um die erfolgten Zugriffe kontrollieren zu können, müssen die letzten 50 Zugriffe auf die Gesundheitskarte jeweils dort protokolliert werden.

Hinweis: Diese Funktion wird erst in einer weiteren Entwicklungsstufe der Gesundheitskarte aktiv.

Nein, es darf niemand auf die Daten der Gesundheitskarte zugreifen, der dazu nicht berechtigt ist. Die Berechtigung selbst ist gesetzlich geregelt. Ein Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die Gesundheitsdaten eines Arbeitnehmers oder Bewerbers einsehen zu können. Im Übrigen ist ein Zugriff auch gar nicht möglich. Denn selbst wenn ein Versicherter seine Einwilligung dazu geben würde, wäre ein unbefugter Dritter gar nicht in der Lage, auf die Daten zuzugreifen. Ihm fehlt die dazu notwendige Legitimation durch einen Heilberufsausweis, den streng reglementiert nur Angehörige von Heilberufen erhalten. Jeder unbefugte Zugriff von Dritten unterliegt dem Strafrecht.

Hinweis: Diese Funktion wird erst in einer weiteren Entwicklungsstufe der Gesundheitskarte aktiv.

Ja, jede und jeder Versicherte kann die auf seiner persönlichen Gesundheitskarte gespeicherten Daten einsehen und auch ausdrucken lassen. Allerdings ist auch hierzu - neben der Karte selbst - ein zweiter Schlüssel erforderlich. Konkret bedeutet das: Der Versicherte kann zum Beispiel seinen Hausarzt bzw. seinen Apotheker bitten, ihm gespeicherte Daten auszudrucken. Gesundheitskarte und elektronischer Heilberufeausweis des Arztes bzw. des Apothekers ermöglichen erst den Ausdruck.

Hinweis: Diese Funktion wird erst in einer weiteren Entwicklungsstufe der Gesundheitskarte aktiv.

Nein, alle Versicherten erhalten die neue Karte von ihrer Krankenkasse kostenlos. Kosten entstehen allerdings für das Foto.

Ja, ein Familienangehöriger kann sein elektronisches Rezept von einem Familienmitglied durch Mitgabe seiner Gesundheitskarte einlösen lassen. Bettlägerige Patienten erhalten also weiterhin problemlos die für sie wichtigen Verordnungen. Auch die Einlösung von Rezepten durch Versandapotheken wird möglich sein.

Hinweis: Diese Funktion wird erst in einer weiteren Entwicklungsstufe der Gesundheitskarte aktiv.

Ja, die Karte ist für eine andere Person wert- und nutzlos. Dafür sorgt die mehrfache Absicherung, die vor dem Missbrauch der Karte schützt: Das aufgedruckte Foto weist einen Versicherten zweifelsfrei als Inhaberin oder Inhaber der Karte aus. Außerdem ermöglicht erst die persönliche PIN-Nummer in Kombination mit einem elektronischen Heilberufeausweis den Zugriff auf die sensiblen, persönlichen medizinischen Daten.

Hinweis: Diese Funktion wird erst in einer weiteren Entwicklungsstufe der Gesundheitskarte aktiv.

Die elektronische Gesundheitskarte verfügt - wie auch schon Ihre bisherige Krankenversichertenkarte - über eine „europäische Rückseite". Diese enthält die Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen im europäischen Ausland und ersetzt den bisherigen papiergebundenen Auslandskrankenschein.

Jeder Versicherte ab 15 Jahren bekommt eine eigene Karte mit seinem Foto. Kinder unter 15 Jahren und Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen kein Foto einreichen können, erhalten eine Karte ohne Lichtbild.

Sollte die Karte trotz funktionsfähigem Lesegerät nicht funktionieren, sollten Sie eine neue eGK anfordern und uns die alte Karte mit dem Hinweis "defekt" zukommen lassen.

Nein. Der Versicherte muss das Foto auf eigene Kosten bereitstellen, wie beim Personalausweis oder Reisepass.

Für die Ausstellung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) benötigen wir ein Bild in Passfotoformat. Das Bild muss nicht von einem Fotografen gemacht werden, sollte aber gewisse Kriterien erfüllen.
Musterbilder können Sie hier anschauen.

Wenn das Bild über die Homepage der Daimler BKK hochgeladen wird, darf die Datenmenge des Bildes 1MB nicht übersteigen. Es können nur JPG-, TIF-, PNG- oder BMP-Dateien hochgeladen werden.

Kriterien und Hinweise für die Bildauswahl:

  • einteiliges Farbbild im Hochformat bzw. in einem verwendbaren Format ohne abgerundete Ecken
  • die Abbildung zeigt einen menschlichen Kopf
  • die Höhe der Gesichtsdarstellung auf dem Farbbild beträgt mindestens 32 mm (gemessen vom Haaransatz bis zum Kinn)
  • das Gesicht ist zentriert auf dem Foto platziert
  • das Gesicht ist in allen Bereichen klar und scharf abgebildet
  • das Gesicht ist in allen Teilen gleichmäßig ausgeleuchtet
  • die Bilddarstellung bietet eine ausreichende Helligkeit und ist ausreichend kontrastreich, um eine gute Farb-/Graustufen-Wiedergabe zu ermöglichen
  • der Bildhintergrund bietet einen deutlichen Kontrast zu Gesicht und Haaren
  • der Bildhintergrund zeigt keine störenden Konturen
  • auf dem Bild sind keine weiteren Personen oder Gegenstände zu sehen
  • die Hauttöne sind natürlich und ohne jeglichen Farbstich wiedergegeben, die Farben sind natürlich wiedergegeben
  • das Bild kann in Farbe oder Schwarz-Weiß vorliegen
  • das Bild zeigt eine Person mit einem neutralen Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund
  • die Person schaut gerade in die Kamera
  • die Augen sind geöffnet, deutlich sichtbar und nicht durch Haare oder Brillengestelle verdeckt
  • es sind keine spiegelnden Reflexe - z. B. durch Brillengläser - vorhanden, die den Erkennungswert des Gesichtes einschränken
  • das Gesicht ist in vollem Umfang auf dem Bild zu erkennen und ohne Kopfbedeckung (Ausnahme Religionsgemeinschaften und geistliche Orden, die Kopfbedeckung darf die eindeutige Identifizierung nicht beeinträchtigen)
  • auf dem Farbbild sind keine Uniformteile oder nach deutschem Strafrecht verbotenen Zeichen/Abzeichen zu sehen