BKK MedPlus

Behandlungsprogramme für chronisch Kranke

Für alle, die an einer chronischen Krankheit leiden und durch die Beteiligung an abgestimmten Programmen selbst aktiv etwas für eine Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustands tun wollen.

BKK MedPlus ist das Markenzeichen unserer kostenfreien Behandlungsprogramme sog. Deseas-Management-Programme (DMP) für chronisch Kranke. Sie basieren auf gesicherten Erkenntnissen über die beste Behandlung und den optimalen Behandlungsverlauf der jeweiligen Krankheit.

Ziel von BKK MedPlus ist es, die Versorgung der Versicherten zu verbessern, indem sich alle am Behandlungsprozess Beteiligten stärker austauschen und intensiver zusammenarbeiten. Therapi­eschritte werden aufeinander abgestimmt, dabei helfen Behand­lungsleitlinien nach dem aktuellen medizinischen Wissensstand.

Wir als Krankenkasse koordinieren und beschleunigen zusammen mit dem Arzt den Behandlungsprozess.

Genauere Informationen zu den strukturierten Behandlungsprogrammen (auch Disease Management Programme oder kurz DMP genannt) finden Sie hier:

 

Was ist das Ziel des Programms?
Ein zentrales Ziel ist es, den Diabetiker so gut zu informieren, dass er medizinische Leistungen nicht passiv entgegennimmt, sondern aktiv mitwirken kann. Nur wenn er umfassend über seine Krankheit und die Behandlung Bescheid weiß, kann er bei der Einhaltung der Therapie mithelfen.

Patientenschulungen sind ein wichtiger Bestandteil von BKK MedPlus. Versicherte, die bisher noch keinen Gesundheitspass Diabetes haben, bekommen diesen Pass, eventuell auch ein Tagebuch, um darin die Ergebnisse von Blutzucker- oder Blutdruckmessungen einzutragen. Durch diese Hilfsmittel kann sich der Diabetiker jederzeit selbst über den aktuellen Stand seiner Behandlung und über wichtige Messwerte und Untersuchungstermine informieren.

Diabetes Typ1 und 2
Der seltenere Typ 1 tritt im jugendlichen Alter auf und ist auf Insulinmangel zurückzuführen. Anzeichen sind Müdigkeit, erhöhter Harndrang und starkes Durstgefühl.

Bei Typ 2 kann meistens zwar noch genügend Insulin produziert werden, doch der Bedarf der Zellen ist höher, weil sie nicht mehr so gut auf das vorhandene Insulin ansprechen.  Insulin muss von außen zugeführt oder die Körperzelle wieder für Insulin sensibilisiert werden. Die Symptome bei Diabetes Typ 2 werden häufig erst spät entdeckt, denn die Krankheit setzt schleichend ein, häufig in höherem Alter und bei Übergewicht.

Was passiert bei nicht ausreichender oder fehlender Behandlung?
Ein nicht oder nicht ausreichend behandelter Diabetes führt zu Veränderungen der Blutgefäße im ganzen Körper. Die Durchblutungsstörungen schädigen besonders Herz, Nieren und Augen. Diabetes ist nicht heilbar. Symptome und Spätschäden können aber durch eine optimale medizinische Versorgung gelindert werden.

 

Asthma bronchiale betrifft Menschen aller Altersklassen. Mit zehn Prozent sind jedoch Kinder unter zehn Jahren - vorwiegend Jungen - besonders stark vertreten. Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Von den Erwachsenen sind etwa 5 % betroffen.
Die Ursachen für die Entwicklung von Asthma sind noch nicht endgültig geklärt. Inzwischen weiß man jedoch, dass Passivrauchen und eine familiäre Veranlagung zu allergischen Reaktionen Risikofaktoren darstellen. Durch eine gute, abgestimmte Behandlung sind die Beschwerden gut unter Kontrolle zu halten.

Was bietet BKK MedPlus Asthma bronchiale?

BKK MedPlus versorgt alle am Programm teilnehmenden Ärzte regelmäßig mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die es zu Asthma bronchiale gibt. Das Programm beinhaltet, dass alle an der Behandlung beteiligten Ärzte und Therapeuten optimal zusammenarbeiten, alle notwendigen Behandlungsschritte zur rechten Zeit erfolgen und es nicht zu unnötigen Doppeluntersuchungen kommt.

Die Koordination der Behandlung erfolgt in der Regel über den Hausarzt, bei Kindern und Jugendlichen ggf. über den Kinderarzt. Dort werden viertel- bis halbjährlich alle notwendigen ärztlichen Untersuchungen veranlasst und dokumentiert, um feststellen zu können, inwieweit die Behandlung erfolgreich ist.

BKK MedPlus fordert und fördert die aktive Mitwirkung des Patienten am Behandlungsprozess. Alle Teilnehmer erhalten

  • ein Asthma-Tagebuch,
  • einen Lungenfunktionspass sowie
  • einen Notfall-Pass.

Zwischen den regelmäßigen Untersuchungsterminen werden die Teilnehmer bei Bedarf durch individuelle Beratungsgespräche, Schulungen und durch einen Informations- und Erinnerungsservice unterstützt.

 

Mit stetigem Fortschritt der Medizin werden heute viele im Frühstadium erkannte Krebserkrankungen mit guten Heilungschancen therapiert. Das gilt insbesondere für den Brustkrebs. Aber längst nicht alle Betroffenen werden mit nachweislich erfolgreichen Methoden behandelt. Die Folgen sind: Gutartige Tumore werden fälschlicherweise als bösartig therapiert, Brustamputationen werden durchgeführt, die nicht nötig wären, Therapien werden nicht auf besondere Krebsformen ausgerichtet. Das Ziel von BKK MedPlus ist deshalb die Etablierung von wissenschaftlich gesicherten Behandlungsleitlinien, die zu einer verbesserten Versorgung der Brustkrebs-Patientinnen führen.

Was bietet BKK MedPlus Brustkrebs?

Es fehlt in Deutschland nicht an Ärzten und medizintechnischer Ausstattung für die bestmögliche Bekämpfung des Brustkrebses. Aber nur wenige Spezialisten und Kliniken sind dazu in der Lage, alle neuen Erkenntnisse jederzeit zu verfolgen und umzusetzen.

BKK MedPlus sorgt durch die Vernetzung aller Akteure für einen reibungslosen Informationsaustausch und steht den Patientinnen und ihren Ärzten bei dem Weg durch die Therapie mit Rat und Tat zur Seite. Grundlage für diese Zusammenarbeit sind dabei medizinische Leitlinien, die von internationalen Spezialisten vor dem Hintergrund jahrelanger Erfahrung in der Brustkrebsbehandlung und unter ständiger Beobachtung neuer Forschungsergebnisse aufgestellt werden.

Ziel von BKK MedPlus Brustkrebs ist, die Qualität der Versorgung bei diesem Krankheitsbild zu verbessern. Darüber hinaus begleiten und unterstützen Informations- und Beratungsangebote die betroffenen Frauen während des Behandlungsprozesses und in der Nachsorge.

Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt zu den großen Zivilisationserkrankungen unserer Zeit. In Deutschland leiden nahezu über 3,2 Millionen Menschen an einer koronaren Herzkrankheit, worunter man eine Verengung der Herzkranzgefäße versteht. Etwa 280.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen Herzinfarkt, knapp 180.000 sterben daran. Bereits die Hälfte aller über 40-Jährigen zeigt Vorformen von Arteriosklerose (Gefäßverengung, auch Arterienverkalkung genannt).

Bei der Arteriosklerose handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der sich beschwerdefrei über viele Jahre hinzieht und die Innenwände der Gefäße immer dichter mit Kalk- und Fettablagerungen verschließt. Die Arteriosklerose wird in ihrer Entstehung durch die Lebensweise des Betroffenen stark begünstigt: Falsche Ernährung, Rauchen, Übergewicht, zu wenig Bewegung und zu viel Stress sind Ursache für die Entstehung von zu hohem Blutdruck, zu hohen Blutfetten und zu hohem Blutzucker.

Wenn die Herzkranzgefäße stark verengt sind, führt dies dazu, dass die Blutgefäße den Herzmuskel nur noch unzureichend mit sauerstoffreichem Blut versorgen können. Das Herz kann seine Pumparbeit nicht mehr in vollem Umfang leisten. In der Folge kommt es bei mehr oder weniger großen Anstrengungen zu starken Herzschmerzen, der so genannten Angina pectoris, was soviel heißt wie „Engegefühl in der Brust". Die Schmerzen sind meist in der linken Brustoberhälfte am stärksten und können in den linken Arm oder andere Körperteile ausstrahlen. Häufig leidet der Betroffene auch unter Atemnot und einem Beklemmungsgefühl. Die Einengung der Herzkranzgefäße kann auch zu Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen führen, die schlimmste Folge ist der Herzinfarkt.

Wer einer KHK vorbeugen will, tut dies am besten, indem er die gefährlichsten Risikofaktoren (Übergewicht, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, Rauchen, Stress) weitgehend meidet. Wenn bereits eine koronare Herzkrankheit besteht, ist sie nicht mehr rückgängig zu machen. Doch man kann versuchen, die Lebensqualität des Patienten so lange wie möglich zu erhalten und Folgen der KHK zu verhindern.

BKK MedPlus, ist ein Programm für KHK-Patienten ist hierzu besonders geeignet, denn es wurde von Fachleuten zusammengestellt und speziell für die Belange von KHK-Patienten entwickelt.

Für Patienten mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) werden die medizinischen Inhalte des bisherigen Programms um zusätzliche Elemente ergänzt, damit sie noch umfassender und zielgerichteter von Ihrem Arzt betreut werden.

Was bietet BKK MedPlus KHK?

Die Behandlung von KHK-Patienten setzt sich aus einer ganzen Reihe von Maßnahmen zusammen. Über einen langen Zeitraum sind eine Vielzahl von Fachleuten und Einrichtungen an der Behandlung und Versorgung des Patienten beteiligt. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Ärzte und Therapeuten wird in BKK MedPlus durch einen Koordinationsarzt (in der Regel den Hausarzt) organisiert. So lassen sich z.B. Doppeluntersuchungen verhindern und alle Therapieschritte aufeinander abstimmen.

BKK MedPlus beinhaltet regelmäßige ärztliche Untersuchungen, die genau dokumentiert werden, um festzustellen, wie weit die Herzerkrankung fortschreitet und welche Erfolge die Behandlung hat.

Die hohe Behandlungsqualität ist ein weiterer wichtiger Vorteil von BKK MedPlus für KHK. Denn die teilnehmenden Ärzte und Einrichtungen arbeiten auf Basis wissenschaftlicher Behandlungsempfehlungen und sind zu Qualitätssicherungsmaßnahmen verpflichtet.

Wie bei allen chronischen Krankheiten erfordert die optimale Behandlung eine intensive Mitwirkung und Beteiligung des Patienten. BKK MedPlus unterstützt Arzt und Patient dabei, z.B. durch Informationsmaterial, Beratungsangebote und Patientenschulungen.

 

Eine COPD entsteht als Folge einer chronischen Bronchitis, einer dauerhaften Entzündung der Bronchien. Zwischen 4-7 % aller Deutschen sind hiervon betroffen. Typische Krankheitsanzeichen für eine COPD sind ein dauerhafter Husten mit Auswurf sowie eine Verengung der Atemwege. Die Verengung macht sich vor allem bei der Ausatmung bemerkbar. Dadurch kommt es in der Lunge zu einer Einschränkung des Gasaustausches, was zur Folge hat, dass der Körper nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen und ans Blut abgeben kann, wie er eigentlich benötigen würde. Beim Betroffenen führt das zu Atemnot. In schlimmen Fällen kann es zu einer Überblähung der Lunge, dem so genannten Emphysem kommen.

Hauptursache für die Entwicklung einer COPD ist das Rauchen. In den meisten Fällen tritt eine COPD mit zunehmendem Alter auf. In Deutschland zählt sie zu den wichtigsten Ursachen für vorzeitige Invalidität und Frühberentung. Von ungefähr 10-30 % aller Deutschen, die unter einer chronischen Bronchitis leiden, entwickeln etwa 15-20 % eine COPD. Männer sind davon etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Eine COPD ist nicht mehr rückgängig zu machen, doch ihr Fortschreiten lässt sich bei guter Behandlung hinauszögern.

Was bietet BKK MedPlus COPD?

Zielstellung aller BKK MedPlus-Programme ist, die Behandlung von chronischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen, die schließlich dauerhaft mit ihrer Erkrankung und den damit verbundenen alltäglichen Beschwerden leben müssen.

Die Koordination im Behandlungsprogramm für COPD erfolgt über den behandelnden Hausarzt. BKK MedPlus unterstützt den Arzt durch medizinische Empfehlungen. Diese beinhalten nur Behandlungsmethoden und Arzneimittel, deren Nutzen und Sicherheit in klinischen Studien nachgewiesen sind (so genannte evidenzbasierte Medizin). Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Patienten nach dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden.

Außerdem sorgt BKK MedPlus dafür, dass alle an der Behandlung des Patienten eingebundenen Fachleute optimal zusammenarbeiten, alle notwendigen Behandlungsschritte zur rechten Zeit erfolgen und es nicht zu unnötigen Doppeluntersuchungen kommt.

Das Programm richtet sich an Patienten, die den Wunsch haben, sich aktiv an der Behandlung zu beteiligen. Natürlich entsprechend den individuellen Möglichkeiten und in enger Absprache mit dem Arzt. BKK MedPlus fordert und fördert die aktive Mitwirkung des Patienten am Behandlungsprozess. Alle Teilnehmer erhalten ein COPD-Tagebuch, einen Lungenfunktionspass sowie einen Notfall-Pass. Zwischen den regelmäßigen Untersuchungsterminen werden die Teilnehmer bei Bedarf durch individuelle Beratungsgespräche, Schulungen und durch einen Informations- und Erinnerungsservice unterstützt.

Freiwillige Teilnahme, die sich lohnt

Ihre Teilnahme lohnt sich, denn Ihre Gesund­heit profitiert.


DMP steht für Disease­-Management­-Programm, ein Gütesiegel. Die Qualität der Programme und ihre Erfolge werden permanent nachgehalten und sind für Kunden der Daimler BKK einsehbar.

Und so funktioniert´s:

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Für die Einschreibung in Disease-Management-Programm BKK MedPlus erhalten Sie die erforderlichen Unterlagen von Ihrem Arzt. Ob Ihr Arzt mitmacht, erfahren Sie in unseren Kundencentern.

Ihr Arzt muss zunächst bescheinigen, dass Sie für die Teilnahme an einem strukturierten Behandlungsprogramm in Frage kommen. Wenn Sie mitmachen möchten, unterschreiben Sie eine Teilnahme- und Datenschutzerklärung. Letztere ist nötig, weil Daten erhoben, gespeichert und ausgewertet werden, um Verlauf und Ergebnisse der strukturierten Behandlungsprogramme bewerten zu können.

Nach erfolgter Einschreibung senden wir Ihnen Informationen zu Ihrem BKK MedPlus-Programm automatisch zu.