Volkskrankheit Diabetes

Was sind die Symptome? Wer hilft weiter?

Diabetes bleibt häufig lange Zeit unentdeckt, da keine Beschwerden auftreten. Ist die Diagnose gestellt, können Betroffene selbst viel für einen optimalen Behandlungsverlauf tun.

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Diabetiker leiden an einer Störung des Zuckerstoffwechsels: Der Zuckergehalt im Blut (Blutzucker) steigt über die Normalwerte an. Ursache ist ein Mangel an Insulin - die Bauchspeicheldrüse stellt kein oder zu wenig Insulin her oder das körpereigene Insulin wirkt nicht mehr ausreichend.

Der unbehandelte Diabetiker fühlt sich müde und schlapp, hat häufig Durst und große Urinmengen, leidet unter Juckreiz, Infektionen und verliert an Gewicht. Oft wird die Krankheit zufällig bei einer Laborbestimmung der Blutwerte festgestellt.

Rund 7 Mio. Betroffene allein in Deutschland

Die Zahl der Betroffenen bei dieser Volkskrankheit Nr. 1 wächst weiter an, gegenwärtig kommen pro Jahr mehr als 500.000 Neuerkrankungen hinzu.

Quelle: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2020

Weil die Risiken "heimlich" entstehen und zunächst keine Beschwerden machen, werden sie zunächst nicht wahrgenommen. Hierdurch kommt es zu Gefäßwandschäden, die als vorzeitige Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) bezeichnet werden. Es ist eine große Gefahr für Diabetiker, wenn sie daneben auch noch andere Risikofaktoren für Arteriosklerose (z. B. Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen) haben.

Folgende Faktoren fördern Diabetes:

•Übergewicht
•Bluthochdruck
•erhöhte Blutfette
•mangelnde Bewegung

Jeder Betroffene kann sehr viel selbst zu einem optimalen Behandlungsverlauf beitragen. Die Patienten müssen wissen und akzeptieren, dass es bei Diabetes nicht um eine kurzfristige Einschränkung geht, sondern um eine lebenslange Umstellung der Gewohnheiten. Nur mit einer gesünderen Lebensführung kann die Behandlung erfolgreich verlaufen. Zu Beginn ist eine Schulung durch qualifizierte Fachleute (Diabetesarzt, Diätassistentin) wichtig, die jeden Betroffenen zu einem Experten in eigener Sache macht. Die Erkrankung erfordert viel Eigeninitiative und Mitarbeit. Je besser man informiert ist, desto stärker kann man Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung nehmen. Außerdem ist es wichtig, den Verlauf der Erkrankung zu beobachten und zu dokumentieren. Dies geschieht durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt, in der Regel beim Hausarzt, in bestimmten Fällen auch beim Spezialisten (Diabetologen).

Hilfe durch ein spezielles Behandlungsprogramm:

In jedem Fall empfiehlt sich für alle betroffenen Diabetiker, an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilzunehmen (auch Chronikerprogramm oder Disease Management Programm genannt). Mehr zu den Programmen, die wir unter dem Namen BKK MedPlus anbieten, erfahren Sie hier.


Diabetesinformationsportal www.diabinfo.de – ein qualitätsgeprüftes und unabhängiges Internetangebot informiert rund um die Erkrankungsgruppe Diabetes mellitus. Auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurde das neue Informationsportal von den führenden Zentren der Diabetesforschung in Deutschland erstellt.