Sport und seelische Gesundheit

 

 

Die seelische Gesundheit stellt neben der körperlichen und sozialen Gesundheit eine der drei „Säulen“ von Gesundheit dar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nennt die seelische Gesundheit als Quelle des individuellen Wohlbefindens. Unter seelischer Gesundheit versteht man – vereinfacht gesagt – die Bedürfnisse und Wünsche einer Person und die Möglichkeiten, diese zu befriedigen. Täglich stellt unsere Umgebung Anforderungen an uns, die wir bewältigen müssen. Wir versuchen, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten der Befriedigung ins Gleichgewicht zu bringen. Gelingt uns dies jedoch wiederholt nicht, wird unser Wohlbefinden beeinträchtigt.

Die wissenschaftliche Befundlage, dass sportliche Aktivität das Wohlbefinden steigert, ist nicht eindeutig klar und der Zusammenhang komplex. Dieser hängt davon ab, wie aktiv eine Person ist und wie intensiv die Belastung ist.


Aktive Personen empfinden eine mittlere Belastung als angenehm. Inaktive Personen können bereits mittlere Belastungen als unangenehm empfinden. Sowohl Aktive als auch Inaktive empfinden sportliche Aktivität mit einer niedrigen Belastung während und nach der Aktivität als angenehm. Maximale Belastungen führen hingegen zu vermehrt negativen Empfindungen.

Kann man durch sportliche Aktivität Stress im Alltag besser bewältigen?

Wissenschaftliche Studien kommen auch hier nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen. Häufig zeigt sich jedoch ein Zusammenhang zwischen Stress und sportlicher Aktivität. Sportliche Aktivität kann einerseits Stresserleben reduzieren. Andererseits kann Stress auch dazu führen, dass die sportliche Aktivität reduziert wird. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die sportliche Aktivität noch keine starke Gewohnheit ist.

Es eignet sich auch nicht jede Sportart gleichermaßen. Verschiedene Sportarten sprechen unterschiedliche Mechanismen der Stressregulation an. Löst soziale Isoliertheit Stress hervor, dann eignen sich zum Abbau von Stress eher gesellige Sportaktivitäten, wie beispielsweise eine Laufgruppe oder eine Spielsportart. Möchte man durch Sport gedanklich abschalten, dann wäre es eher ungeeignet, alleine zu joggen und eine Spielsportart, wie Fußball oder Basketball, empfehlenswert. Hier hat man keine Zeit zum Grübeln und die volle Aufmerksamkeit ist gefragt. Soll mit sportlicher Aktivität die Selbstwirksamkeit gestärkt werden, dann rücken Sportarten in den Vordergrund, mit denen nachhaltige Erfolgserlebnisse erzielt werden können. Man könnte sich beispielsweise auf einen Halbmarathon vorbereiten.

Und ist sportliche Aktivität auch dann hilfreich, wenn bereits eine psychische Störung, beispielsweise eine Depression, vorliegt? Studien zeigen, dass Sport ähnlich wirken kann wie Antidepressiva. Sport kann sich positiv auf das Kompetenzerleben auswirken, für Ablenkung sorgen oder zu sozialen Kontakten führen. Einige Studien ergaben, dass Ausdauer- und Krafttraining kombiniert werden sollten. Wichtig für eine positive Wirkung scheint vor allem, dass die sportliche Aktivität mit einer mittleren Belastung betrieben wird.

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