BKK MedPlus: COPD

Gute Behandlung lässt das Fortschreiten hinauszögern

Die Abkürzung „COPD" steht für den englischen Begriff „Chronic Ostructive Pulmonary Disease", übersetzbar mit „chronisch obstruktive Lungenerkrankung". Eine COPD entsteht als Folge einer chronischen Bronchitis, einer dauerhaften Entzündung der Bronchien. Zwischen 4-7 % aller Deutschen sind hiervon betroffen. Typische Krankheitsanzeichen für eine COPD sind ein dauerhafter Husten mit Auswurf sowie eine Verengung der Atemwege. Die Verengung macht sich vor allem bei der Ausatmung bemerkbar. Dadurch kommt es in der Lunge zu einer Einschränkung des Gasaustausches, was zur Folge hat, dass der Körper nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen und ans Blut abgeben kann, wie er eigentlich benötigen würde. Beim Betroffenen führt das zu Atemnot. In schlimmen Fällen kann es zu einer Überblähung der Lunge, dem so genannten Emphysem kommen.

Hauptursache für die Entwicklung einer COPD ist das Rauchen. In den meisten Fällen tritt eine COPD mit zunehmendem Alter auf. In Deutschland zählt sie zu den wichtigsten Ursachen für vorzeitige Invalidität und Frühberentung. Von ungefähr 10-30 % aller Deutschen, die unter einer chronischen Bronchitis leiden, entwickeln etwa 15-20 % eine COPD. Männer sind davon etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Eine COPD ist nicht mehr rückgängig zu machen, doch ihr Fortschreiten lässt sich bei guter Behandlung hinauszögern.

Zielstellung aller BKK MedPlus-Programme ist, die Behandlung von chronischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen, die schließlich dauerhaft mit ihrer Erkrankung und den damit verbundenen alltäglichen Beschwerden leben müssen.

Die Koordination im Behandlungsprogramm für COPD erfolgt über den behandelnden Hausarzt. BKK MedPlus unterstützt den Arzt durch medizinische Empfehlungen. Diese beinhalten nur Behandlungsmethoden und Arzneimittel, deren Nutzen und Sicherheit in klinischen Studien nachgewiesen sind (so genannte evidenzbasierte Medizin). Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Patienten nach dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden.

Außerdem sorgt BKK MedPlus dafür, dass alle an der Behandlung des Patienten eingebundenen Fachleute optimal zusammenarbeiten, alle notwendigen Behandlungsschritte zur rechten Zeit erfolgen und es nicht zu unnötigen Doppeluntersuchungen kommt.

Das Programm richtet sich an Patienten, die den Wunsch haben, sich aktiv an der Behandlung zu beteiligen. Natürlich entsprechend den individuellen Möglichkeiten und in enger Absprache mit dem Arzt. BKK MedPlus fordert und fördert die aktive Mitwirkung des Patienten am Behandlungsprozess. Alle Teilnehmer erhalten ein COPD-Tagebuch, einen Lungenfunktionspass sowie einen Notfall-Pass. Zwischen den regelmäßigen Untersuchungsterminen werden die Teilnehmer bei Bedarf durch individuelle Beratungsgespräche, Schulungen und durch einen Informations- und Erinnerungsservice unterstützt.

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Für die Einschreibung in BKK MedPlus erhalten Sie die erforderlichen Unterlagen von Ihrem Arzt. Ob Ihr Arzt mitmacht, erfahren Sie in unseren Kundencentern.

Ihr Arzt muss zunächst bescheinigen, dass Sie für die Teilnahme an einem strukturierten Behandlungsprogramm in Frage kommen. Wenn Sie mitmachen möchten, unterschreiben Sie eine Teilnahme- und Datenschutzerklärung. Letztere ist nötig, weil Daten erhoben, gespeichert und ausgewertet werden, um Verlauf und Ergebnisse der strukturierten Behandlungsprogramme bewerten zu können.

Nach erfolgter Einschreibung senden wir Ihnen Informationen zu Ihrem BKK MedPlus-Programm automatisch zu.