Fakten zum Impfen

Masern werden unterschätzt

 

Gute Gründe sprechen dafür, sich selbst und seine Familie durch Impfungen vor Infektionskrankheiten zu schützen. Impfgegner bestreiten den Nutzen von Impfungen und unterstellen medizinische Risiken.


Von den 18- bis 44-Jährigen sind nur 60 Prozent gegen Masern geimpft gegenüber 93 Prozent der Schulanfänger.


Das sollten Sie wissen:

  • Masern, Mumps, Röteln und Co. heißen zwar Kinderkrankheiten, sind aber nicht harmlos. So können beispielsweise bei einem komplizierten Verlauf einer Maserninfektion lebensgefährliche Situationen und bleibende Schäden eintreten. Mögliche Komplikationen: Hörverlust, Lungenentzündung, Gehirnentzündung. Auch ein tödlicher Ausgang ist möglich.
  • Wie bei jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten: Rötungen, Schwellungen, Kopfschmerzen, Fieber.
  • Masern sind hochgradig ansteckend, stärker als zum Beispiel Grippe, Ebola und Tuberkulose. Ein Patient steckt im Schnitt neun bis zehn nicht geimpfte Menschen an. Die Viren verbreiten sich über die Luft durch Husten und Niesen.
  • Die Masernimpfung ist sehr wirkungsvoll. Die erste Spritze schützt etwa 93 Prozent der Menschen, die mit Masernviren in Kontakt kommen. 97 Prozent derjenigen, die auch die empfohlene zweite Impfung bekommen, sind lebenslang sicher vor Masern. Die restlichen drei Prozent sind ebenfalls geschützt, bei ihnen verläuft eine Erkrankung weniger schwer, die Kranken sind weniger ansteckend.
  • Es ist eine paradoxe Situation: die Aufmerksamkeit für das Thema Impfen lässt nach, weil weniger Erkrankungen auftreten im Vergleich zu früher. Dies ist jedoch eine Folge der erfolgreichen Impfprogramme der vergangenen Jahre. Um beim Beispiel Masern zu bleiben: Für einen Schutz der gesamten Gesellschaft müssen 95 Prozent geimpft sein. Impfen schützt nicht nur den Einzelnen, sondern auch das Umfeld, in dem wir leben. Wer sich impfen lässt, schützt so auch junge Säuglinge, Schwangere und Menschen mit schwachem Immunsystem – sie können nicht geimpft werden.
  • Angesichts weltweiter intensiver Reise- und Wanderungsbewegungen kommt dem Gesundheitsschutz durch Impfungen eine enorme Bedeutung zu.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in Deutschland Nachholbedarf in Sachen Masernimpfung. Um das Ziel einer Ausrottung zu erreichen, müssten sich noch mehr Menschen impfen lassen. Auffällig sei, dass hierzulande wie auch in anderen europäischen Staaten derzeit vor allem Jugendliche und junge Erwachsene an Masern erkranken. Von den 18- bis 44-Jährigen sind nur 60 Prozent gegen Masern geimpft gegenüber 93 Prozent der Schulanfänger.

Auch UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, ist besorgt und sieht das Ziel, die Masern bis 2020 auszurotten, in Europa gefährdet – auch in Deutschland. Allein durch Impfungen ließen sich Todesfälle vermeiden.

Unser Tipp:

Wir übernehmen grundsätzlich die Kosten für alle ärztlich empfohlenen Schutzimpfungen im Inland. Wenn Sie sich wegen eines bevorstehenden Auslandsaufenthalts impfen lassen müssen, tragen wir in der Regel ebenfalls die Kosten. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten, ob Ihr Impfschutz vollständig ist. Einen vollständigen Impfschutz oder eine Impfberatung können Sie sich im Rahmen unseres Bonusprogramms 100 PRO AKTIV anerkennen lassen. So profitieren Sie doppelt!

Weitere Informationen:

Die empfohlenen Schutzimpfungen

Hier finden Sie alle Informationen des Robert-Koch-Instituts.

Deutschland sucht den Impfpass

Gegen Masern geimpft? Interaktiver Masern-Check mit Quiz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).