Schwangerschaftsvorsorge

Die werdende Mutter in guten Händen

Die Schwangerschaftsvorsorge beginnt mit der Feststellung der Schwangerschaft. Die werdende und die junge Mutter wird kontinuierlich von Ärzten und Hebammen beraten und betreut. Zu den Vorsorgeleistungen gehören zum Beispiel die Erkennung und Überwachung einer Risikoschwangerschaft, Ultraschalluntersuchungen sowie Untersuchungen auf Infektionen.

Entscheiden Sie, ob Sie hierfür in eine Arztpraxis oder zu Ihrer Hebamme gehen möchten. Ein Wechsel zwischen Arzt und Hebamme während der Schwangerschaft ist auch möglich. Alle Daten

In einer gesunden Schwangerschaft werden die Untersuchungen alle vier Wochen und in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten alle zwei Wochen durchgeführt. Wenn es Abweichungen vom normalen Verlauf gibt, werden die Untersuchungen häufiger durchgeführt. Wenn Sie Ihren errechneten Geburtstermin überschritten haben, so sind alle zwei Tage Kontrollen notwendig.

  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruckmessung
  • Untersuchung auf Ödeme/Varizen (Krampfadern)
  • Urinuntersuchung auf Zucker, Eiweiß, Nitrit und Blut
  • Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor
  • Hämoglobin-Bestimmung
  • Antikörper-Suchtest
  • Lues-Suchreaktion (LSR)
  • Röteln-HAH-Test
  • Hepatitis B (HbsAG-Bestimmung)
  • Chlamydien-Nachweis
  • evtl. auf Toxoplasmose(Parasiten-Erkrankung) und ein Aids-Test
  • drei Ultraschalluntersuchungen (Screening)
    9.-12. Woche: Aus der Größe des Embryos errechnet der Arzt Alter und Geburtstermin des Kindes. Er kann im Ultraschall auch sehen, ob Mehrlinge unterwegs sind.
    19.-22. Woche: ob alle Organe gut angelegt sind und sich das Baby normal entwickelt. Auch wo die Plazenta sitzt, lässt sich nun erkennen.
    29.-32. Woche: das Wachstum des Ungeborenen, die Funktion seiner inneren Organe und der Plazenta und die Bestimmung der Fruchtwasserwassermenge.

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird die Schwangere gründlich untersucht.

  • Ausführliche Anamnese: Ihr Arzt oder Ihre Hebamme befragen Sie nach vorangegangenen Operationen, Entbindungen, Fehlgeburten, Krankheiten.
  • Blut: Bestimmung Ihrer Blutgruppe, des Rhesusfaktors, von Toxoplasmose und Hepatitis. Zudem werden Sie auf Antikörper gegen Röteln untersucht, der Hämoglobin-Wert (Anzahl der roten Blutkörperchen) festgestellt und eventuell ein HIV-Test gemacht.
  • Urin: Die Probe wird auf Eiweiß, Zucker, Nitrit und Blut untersucht.
  • Beckendiagnostik
  • Vaginale Untersuchungen: Arzt/Hebamme überprüft den Zustand des Muttermundes.
  • Tastuntersuchung: Arzt/Hebamme ertastet die Gebärmutter und das Kind durch die Bauchdecke. So kann sein Wachstum und seine Lage beobachtet werden.
  • Ermittlung kindlicher Herztöne (ab dem dritten Monat)
  • Ultraschall (in der 9.-12., 19.-22., 29.-36. Schwangerschaftswoche): Auf diese Weise werden das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sowie sein Kopfumfang und seine Lage ermittelt. Daneben bestimmt der Arzt die Plazenta und Fruchtwassermenge.
  • Zudem berät Ihr Arzt/Ihre Hebamme Sie zur ungefähren Gewichtszunahme, zur Ernährung während der Schwangerschaft und zu allgemeinen Risiken. Alle Ergebnisse werden im Mutterpass eingetragen und bei den folgenden Untersuchungen überprüft.

Mit der Schwangerschaftsvorsorge werden Ihr allgemeiner Gesundheitszustand überwacht und mögliche Risikofaktoren für Mutter und Kind rechtzeitig erkannt. Daher sollten Sie auch dann keine Vorsorgeuntersuchung auslassen, wenn Sie sich rundum wohl fühlen. Im Normalfall geben Ihnen die Untersuchungen einfach nur Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen wir. 

Die Vorsorge beginnt mit der Feststellung der Schwangerschaft und reicht bis zur Geburt. Bei einem problemlosen Schwangerschaftsverlauf sind zwölf Vorsorgetermine vorgesehen. Die erste und ausführlichste Untersuchung findet in der achten bis zwölften Schwangerschaftswoche statt. Danach werden bis zur 28. Woche einmal monatlich Routineuntersuchungen vorgenommen, bis zur 36. Woche dann alle 14 Tage und kurz vor der Geburt ist jede Woche eine Untersuchung vorgesehen. Berufstätige Frauen werden von ihrem Arbeitgeber für alle Vorsorgeuntersuchungen freigestellt.

Eine Vorgabe von gesetzlicher Seite besteht in der Ausstellung eines Mutterpasses. Er ist Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien. Im Mutterpass werden für die Schwangerschaft und Geburt bedeutsame Erkrankungen, Untersuchungsergebnisse, der berechnete Geburtstermin, Krankenhausaufenthalte und Angaben zur Geburt und dem Neugeborenen eingetragen. Der Mutterpass sollte während der Schwangerschaft für Notfälle immer mitgeführt und bei jeder Vorsorgeuntersuchung vorgelegt werden. Hier ein kurzer Überblick über die Einträge im Mutterpass. Falls Sie etwas nicht verstehen, lassen Sie sich vom Arzt erklären, was es bedeutet. 

  • Informationen über Blutgruppe und Rhesusfaktor, Ergebnis des Rötelntests
  • Chlamydientest; LSR (Lues-Such-Reaktion) = Syphilistest; Nachweis von HBs Antigen (Hepatitis B)
  • 2. Rötelntest (für den Fall, dass der erste Test negativ war)
  • Angaben zu vorausgegangenen Schwangerschaften 
  • Ergebnisse der ersten Vorsorgeuntersuchung 
  • Vorzeitige Wehen, Infektionen o.ä. 
  • Gravidogramm - Tabelle für die einzelnen Untersuchungsergebnisse
  • Stationäre Aufenthalte und CTG-Ergebnisse (Herzton-Wehen-Schreiber) 
  • Messergebnisse der drei Ultraschalluntersuchungen 
  • Normkurven für den Wachstumsverlauf des Fötus 
  • Abschlussuntersuchung und erste Informationen über das Kind nach der Geburt

Nach der Geburt Ihres Kindes haben Sie Anspruch auf zwei Nachsorgeuntersuchungen. Nutzen Sie die Angebote - insbesondere die Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen - für sich und Ihr Baby. Vitalzeichenermittlung: Ihr Blutdruck, Puls und Gewicht werden gemessen.