Änderungen in der Familienversicherung

Zum 11.05.2019 ist das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Kraft getreten

Dieses Gesetz beinhaltet auch zwei Änderungen in der Familienversicherung:

Die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen bei Stief- und Enkelkindern und die Berücksichtigung von Abfindungen.

1.    Familienversicherung von Stief- und Enkelkindern

Bisher war eine Familienversicherung für Stiefkinder und Enkel nur möglich, wenn der Stiefelternteil den überwiegenden Unterhalt für das Kind aufgebracht hat. Für die Prüfung des Sachverhalts mussten umfangreiche Einkommensunterlagen eingereicht werden. Dies gehört nun der Vergangenheit an. Eine Familienversicherung für ein Stiefkind ist jetzt möglich, wenn dieses mit dem Stiefelternteil in einem Haushalt lebt. Diese Regelung gilt auch für Enkelkinder, die mit ihren Großeltern dauerhaft in einem gemeinsamen Haushalt leben.

Diese Änderung kann bares Geld wert sein. Denn wenn ein Stiefkind oder ein Enkel bisher freiwillig in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung versichert war, weil der Stiefelternteil oder die Großeltern den überwiegenden Unterhalt nicht bestritten haben, so kann das Kind zukünftig von der kostenfreien Familienversicherung profitieren.

Auch wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist, kann über die neu gestaltete Prüfung des überwiegenden Unterhalts noch ein Anspruch auf Familienversicherung bestehen. Gerne prüfen wir, ob für Ihre Stief- oder Enkelkinder zukünftig eine Familienversicherung bei unserer Daimler BKK möglich ist.


2.    Berücksichtigung von Abfindungen

Bisher spielten einmalige Abfindungen, die wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt wurden, bei der Prüfung der kostenfreien Familienversicherung keine Rolle. Ab dem 11.05.2019 hat sich dies geändert. Nun werden die Entlassungsentschädigungen (auch 60+-Leistungen oder Überbrückungsgelder) unter Berücksichtigung des letzten regelmäßig erzielten Arbeitsentgeltes fiktiv auf die Zeit nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses umgelegt. Der Zeitraum, in dem eine Familienversicherung nach dem Ende einer Beschäftigung nicht möglich ist, richtet sich nach der Höhe der Abfindung und dem zuletzt regelmäßig erzielten Arbeitsentgelt.

Wichtig: Alle Abfindungen, die vor dem 11.05.2019 ausgezahlt wurden, haben keine Auswirkung auf die kostenfreie Familienversicherung.

 

 

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