Digitalisierung und Gesundheit

Wichtige Begriffe einfach erklärt

Ohne Digitalisierung geht im Gesundheitswesen nichts mehr. Sie trägt dazu bei, die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern. Als moderne, innovative Krankenkasse bieten wir Ihnen eine Reihe von digitalen Services und Versorgungsmöglichkeiten an. Damit Sie bei diesem Thema den Überblick behalten, erklären wir hier einige zentrale Begriffe rund um die Digitalisierung.

Der Oberbegriff steht für informations- und kommunikationstechnologie-gestützte Anwendungen im Gesundheitsbereich. Hierzu werden zum Beispiel Daten sicher ausgetauscht, um den Betreuungsprozess von Patienten zu unterstützen.

Hierbei handelt es sich um konkrete medizinische Versorgungskonzepte und Dienstleistungen mit direktem Patientenbezug. Ein Beispiel ist das Pilotprojekt „Tele-Arzt“ in Bayern, Nordrhein, Hessen, Westfalen-Lippe und Rheinland-Pfalz. Als eine der ersten Krankenkassen bundesweit sind wir diesem neuartigen Versorgungsvertrag beigetreten. Zielgruppe sind chronische kranke, stark in ihrer Mobilität eingeschränkte Versicherte, die von einer Versorgungsassistentin ihrer Hausarztpraxis zu Hause betreut werden. Untersuchungsergebnisse werden über eine sichere Datenverbindung an die Praxis übermittelt. Bei Bedarf können die erhobenen Werte sofort per Videokommunikation mit dem Arzt besprochen werden.

Die Chipkarte mit Foto dient als Versicherungsnachweis, um medizinische Leistungen auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse in Anspruch nehmen zu können. Ärzte und Zahnärzte benötigen sie zur Abrechnung. Die Onlinefunktionen werden erst künftig freigeschaltet (möglich ab 2019), deren Nutzung ist für die Versicherten freiwillig. Vorgesehen ist ein elektronisches Patientenfach (ePF), in dem der Versicherte eigene medizinische Daten wie zum Beispiel Blutdruck-, Blutzucker- und Pulsmessungen ablegen kann.

Diese Akte führt der Arzt. Sie beinhaltet Gesundheitsinformationen und Dokumente zu einem Patienten in elektronischer Form. Möglich sind zwei Arten: Die einrichtungsinterne Akte wird ausschließlich von einer Arztpraxis bzw. einem Krankenhaus befüllt. Zur einrichtungsübergreifenden Akte steuern verschiedene Praxen und Kliniken Informationen bei. Vorteil für den Patienten: Unnötige Mehrfachuntersuchungen werden vermieden. Dokumentiert werden Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen oder auch Impfungen.

Gesetzliche Krankenkassen sollen ihren Versicherten bis 2021 eine ePA zur Verfügung stellen, so sieht es der Gesetzgeber vor. Dann soll das elektronische Patientenfach Bestandteil dieser Akte werden.

Die eGA wird vom Patienten selbst verwaltet, zum Beispiel per Smartphone. Sie kann sowohl Gesundheitsinformationen und Dokumente von behandelnden Ärzten, Therapeuten und Krankenhäusern enthalten als auch Unterlagen und Informationen, die der Patient selbst dokumentiert. Er kann also beispielsweise selbst ermittelte Werte von Blutdruck, Blutzucker, Gewicht, Fitnessdaten etc. digital ablegen.

Zurzeit gibt es verschiedene Modelle einer solchen eGA, zum Beispiel als App. Noch ist offen, welches der Systeme die Kundenanforderungen am besten erfüllt. Auch sind viele Ärzte noch nicht bereit oder in der Lage, ihren Patienten Unterlagen elektronisch zur Verfügung zu stellen. Diese Entwicklung beobachten wir aufmerksam und prüfen sorgfältig die Vor- und Nachteile der verfügbaren Angebote.