2021: Das ist neu

Das Wichtigste im Überblick

Das neue Krankenkassenwahlrecht macht Wechsel zu uns noch einfacher

Nachdem gesetzlich Versicherte ihre Krankenkasse bereits seit 1996 frei wählen können, werden zum 01.01.2021 Änderungen in Kraft treten, mit denen die Wahl einer neuen Krankenkasse viel einfacher als bisher möglich sein wird. 

Kürzere Bindungsfrist:
Bei der Krankenkassenwahl gilt ab Jahresbeginn eine nur noch 12-monatige Bindungsfrist (bis Ende 2020: 18 Monate). Darüber hinaus bestehen für sogenannte Wahltarife, die ein Versicherter zusätzlich bei der gewählten Krankenkasse abschließen kann, Bindungsfristen bis zu 3 Jahre. 

Endet die bisherige Mitgliedschaft kraft Gesetzes, endet auch die Bindungsfrist und der Versicherte kann die Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse direkt begründen.

Unabhängig von der 12-monatigen Bindungsfrist hat das Mitglied ein besonderes Kündigungsrecht, wenn die Krankenkasse ihren individuellen Zusatzbeitrag anhebt.

Unverändertes Versicherungsverhältnis:
Ab 2021 teilt das Mitglied seinen Wechselwunsch nur noch der neuen Krankenkasse mit und informiert seinen Arbeitgeber hierüber. Dafür muss nach wie vor eine Mitgliedschaftserklärung ausgefüllt werden. Bei uns geht das mit unserer Online-Eintrittserklärung ganz einfach. 

Eine schriftliche Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse ist nicht mehr erforderlich. Diese wird – im Rahmen eines neuen Meldeverfahrens – von der neuen Krankenkasse über den Kassenwechsel informiert. Die bisherige Krankenkasse bestätigt daraufhin innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Meldung elektronisch das Ende der Mitgliedschaft. Diese Rückmeldung hat die gleiche Funktion wie die bisherige Kündigungsbestätigung. 

Arbeitgeber- oder Statuswechsel:
Endet eine Versicherungspflicht oder -berechtigung kraft Gesetz, braucht das Mitglied nicht zu kündigen und auch die Bindungsfrist nicht einzuhalten. Folge hieraus: Bei jedem Arbeitgeber- oder Statuswechsel kann innerhalb von zwei Wochen nach Beginn der Beschäftigung bzw. des Status eine neue Krankenkasse gewählt werden. 

Kündigung:
Eine eigene Kündigung des Mitglieds bei der bisherigen Krankenkasse ist ab 2021 nur noch dann erforderlich, wenn das System der gesetzlichen Krankenversicherung verlassen wird, um beispielsweise in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Sonderkündigungsrecht:
Wie oben beschrieben, ist das Mitglied mindestens 12 Monate an die Wahl seiner Krankenkasse gebunden. Abweichend von dieser 12-monatigen Bindungsfrist besteht ein besonderes Kündigungsrecht, wenn die Krankenkasse ihren kassenindividuellen Zusatzbeitrag erhöht. 

Die Kündigung der Mitgliedschaft kann in diesem Fall ohne Einhaltung der Bindungsfrist bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird. Während der laufenden Kündigungsfrist ist allerdings der erhöhte Zusatzbeitrag zu zahlen. 

Das Sonderkündigungsrecht gilt auch für Mitglieder, die einen Wahltarif abgeschlossen haben. Ausgenommen hiervon sind jedoch Mitglieder, die den Wahltarif „Krankengeld“ gewählt haben.

So werden Sie Mitglied

Unsere Vorteile

Erweiterter Anspruch für 2021 wegen Corona geplant.

Weitere Informationen

Mit einer Reform des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes sollen Familien gestärkt und dabei unterstützt werden, ihr Familienleben und den Beruf noch besser miteinander zu vereinbaren. Inkrafttreten sollen die geplanten Neuregelungen zum 01.09.2021.

Die Änderungen betreffen Eltern mit hohem Einkommen, Mütter und Väter, die während des Bezugs von Elterngeld in Teilzeit arbeiten und die Eltern von zu früh geborenen Kindern.

Geplant sind u. a. folgende Änderungen:

  • Die Jahreseinkommensgrenze von 500.000,00 Euro für den Bezug von Elterngeld soll auf 300.000,00 Euro gesenkt werden.
  • Zukünftig sollen Mütter und Väter, die während der Elternzeit eine Teilzeitbeschäftigung ausüben, 32 Stunden statt 30 Stunden pro Woche arbeiten können. Dies ermöglicht den Eltern mehr Teilzeitarbeit bei gleichzeitigem Elterngeldbezug.
  • Wird ein Kind sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder früher geboren, sollen Eltern künftig einen zusätzlichen Monat Elterngeld erhalten. Dies soll den Betroffenen die Gelegenheit geben, mögliche Entwicklungsverzögerungen ihres Kindes besser auffangen zu können.

Ende November 2020 hat der Bundesrat das zweite Familienentlastungsgesetz verabschiedet und hierbei den steuerlichen Grundfreibetrag für 2021 im Vergleich zum ursprünglichen Regierungsentwurf nochmals angehoben (Erhöhung um weiter 48 Euro auf 9.744 Euro). Außerdem steigt das Kindergeld ab 2021 um 15 Euro im Monat.

Nach dem Entwurf wird das Kindergeld zum 01.01.2021 für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für das vierte und für jedes weitere Kind jeweils 250 Euro pro Monat betragen. Der steuerliche Kinderfreibetrag steigt von 5.172 Euro um 288 Euro auf 5.460 Euro. 

Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes wird um ebenfalls 288 Euro auf 2.928 Euro erhöht, so dass sich daraus eine Anhebung der zur steuerlichen Freistellung des Kinderexistenzminimums dienenden Freibeträge von derzeit insgesamt 7.812 Euro um 576 Euro auf einen Betrag von insgesamt 8.388 Euro ergibt.

Der steuerliche Grundfreibetrag von derzeit 9.408 Euro sollte nach dem Regierungsentwurf auf 9.696 Euro angehoben werden. Aufgrund des inzwischen vorliegenden Existenzminimumberichts wurde dieser Wert für 2021.