2020: Das ist neu

Was hat sich geändert?

Das Wichtigste im Überblick:

Unser Zusatzbeitragssatz bleibt konstant

Vieles ändert sich 2020, die Höhe unseres Zusatzbeitragssatzes bleibt jedoch konstant bei 0,8 Prozent. Angesichts der derzeitigen Kostenentwicklung bei allen Krankenkassen ist das keine Selbstverständlichkeit.

Unser Zusatzbeitragssatz bleibt konstant bei 0,8 Prozent. Weitere Informationen



116 117: Terminvergabe und Steuerung im Not- und Akutfall

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurden die Terminservicestellen zu Servicestellen für ambulante Versorgung und Notfälle weiterentwickelt. Über die bundesweit einheitliche Rufnummer 116 117 sollen Patienten schneller Termine für geplante Behandlungen bekommen. Außerdem werden die Anrufer im Akut- und Notfall an die richtige Stelle gelotst. Die Nummer ist täglich 24 Stunden erreichbar.

Weitere Informationen zum Terminservice- und Versorgungsgesetz finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.


Studentische Krankenversicherung endet mit Erreichen des 30. Lebensjahres

Wer nach dem Ende der Familienversicherung (25. Lebensjahr) noch studiert, wird versicherungspflichtig in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS).
Ab 01.01.20 gilt: Die KVdS endet einheitlich mit dem Semester, in dem das 30. Lebensjahr erreicht wird. Falls Sie von diesen Änderungen betroffen sind, informieren wir Sie automatisch.
Weitere Informationen


Masernschutzgesetz

In Zukunft muss für Kinder beim Eintritt in die Kita oder die Schule ein Masernimpfschutz nachgewiesen werden. Das gilt auch für Personen, die in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten.
Weitere Informationen


Was bringt das Digitale-Versorgung-Gesetz?

Am 1. Januar 2020 ist das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation, kurz Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), in Kraft getreten, einige Regelungen werden erst zum 31. März 2022 wirksam.
Was ist geplant?

Apps auf Rezept
Ärzte können ihren Patienten Apps verschreiben. Die digitalen Anwendungen für Smartphones sollen beispielsweise Diabetiker bei der Therapie unterstützen oder Patienten mit Bluthochdruck an die Einnahme ihrer Medikamente erinnern. Damit Apps verordnungsfähig werden und die Krankenkassen die Kosten zunächst für ein Jahr übernehmen dürfen, müssen sie zuvor vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf Datensicherheit, Datenschutz und Funktionalität geprüft worden sein. Nach Ablauf des Jahres muss der Hersteller der App nachweisen, dass sein Angebot die Versorgung der Patienten verbessert.

Video-Sprechstunden
Für Versicherte soll es selbstverständlicher und einfacher werden, die Möglichkeiten der Telemedizin in Form von Video-Sprechstunden zu nutzen. Zu diesem Zweck erhalten Ärzte, die entsprechende Angebote machen, eine höhere Vergütung. Unser Angebot

Ausbau der Telematik-Infrastruktur
Eine spezielle vom Internet abgetrennte „Datenautobahn“ verbindet die technischen Systeme von medizinischen Dienstleistern und Krankenkassen miteinander, damit diese auf die Daten der Versicherten zugreifen können. Das ist die Telematik-Infrastruktur (TI), grundlegende Voraussetzung für digitale Innovationen. Apotheken und Krankenhäuser sollen sich innerhalb gesetzter Fristen an diese TI anbinden, um das System effizienter zu machen. Freiwillig können sich Hebammen, Physiotherapeuten sowie Pflege- und Reha-Einrichtungen anbinden.

Weniger Papier
Arztbriefe sollen vermehrt auf elektronischem Weg und nicht auf Papier versendet werden. Nachdem die elektronische Krankmeldung und das eRezept bereits pilothaft getestet werden, soll sich jetzt auch die elektronische Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln durchsetzen.

Innovationsfonds
Der Innovationsfonds wird fortgeführt und bis 2024 mit jährlich 100 Millionen Euro von den gesetzlichen Krankenkassen bestückt; weitere 100 Millionen Euro fließen jährlich aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds. Gefördert werden innovative Projekte, die darauf abzielen, die medizinische Versorgung in Deutschland langfristig zu verbessern. Weitere Informationen dazu


Weniger Beiträge auf Betriebsrenten ab 2020
Wer eine betriebliche Altersversorgung bezieht, profitiert ab 1. Januar 2020 von einem neuen Freibetrag. Der eingeführte Grenzwert sorgt für eine Beitragsreduzierung in der Krankenversicherung.
Weitere Informationen