Kinderkrankengeld

Erweiterter Anspruch für 2021 wegen Corona beschlossen

Eltern erhalten auch 2021 mehr Tage mit Anspruch auf Kinderkrankengeld zur Betreuung ihres Kindes. Dies gilt nicht nur, wenn das Kind krank ist, sondern wenn es pandemiebedingt zu Hause bleiben muss und Eltern deshalb nicht arbeiten können.

Erneute Verbesserung beim Kinderkrankengeld

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld für 2021 wird laut Beschluss der Bundesregierung vom 21.04.21 nochmals ausgeweitet. Die erneute Verbesserung kommt Eltern zugute, die ihre Kinder bei Krankheit oder pandemiebedingt zu Hause betreuen müssen. Sind Kitas und Schulen geschlossen oder die Betreuung eingeschränkt, können Eltern die Leistung bei uns beantragen.

Die maximale Anzahl steigt 2021 von 20 Tagen pro Elternteil und Kind auf 30 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage, für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf nun 60 Tage.

Kinderkrankengeld: Anspruch wird erweitert (bundesregierung.de)

In dieser vor allem auch für Familien und Alleinerziehende schwierigen Lage unterstützen wir Sie mit unbürokratischen Lösungen. 

Gesetzlich versicherte Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben, bekommen Kinderkrankengeld, wenn

  • es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann.
  • das Kind gesetzlich krankenversichert und noch nicht 12 Jahre alt ist oder aufgrund einer Behinderung Hilfe benötigt.
  • Eltern wegen der Kinderbetreuung ihrer Arbeit – auch im Homeoffice – nicht nachgehen können. Können Sie trotz der Kinderbetreuung im Homeoffice arbeiten, haben Sie keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Sie erhalten dann den regulären Arbeitslohn von Ihrem Arbeitgeber.

Bisher haben Eltern Kinderkrankengeld erhalten, wenn sie ein erkranktes Kind zu Hause betreuen mussten. Mit der Neuregelung haben sie auch dann Anspruch, wenn das Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden muss, weil

  • Schulen oder Kitas geschlossen sind,
  • das Kind in Quarantäne muss,
  • die Präsenzpflicht aufgehoben ist,
  • die Eltern dazu aufgefordert sind ihr Kind zu Hause zu betreuen.

1. Muss Ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden, können Sie das Kinderkrankengeld direkt bei der Daimler BKK beantragen.

Bitte reichen Sie den Antrag oder die Ärztliche Bescheinigung nur im Original oder über das Online-Kundencenter "Meine Daimler BKK" bei uns ein:

  • Bitte nicht per E-Mail: Es ist keine Bearbeitung von Anträgen, die uns per E-Mail erreichen, möglich.

  • Der schnellste Weg dafür ist online. Wenn Sie bei „Meine Daimler BKK“ registriert sind, können Sie den Kinderkrankengeldantrag online stellen oder die ärztliche Bescheinigung unter dem Stichwort "Mein Kinderkrankengeld" über die Daimler BKK App oder hier auf der Website hochladen. 

  • Per Post: an die Daimler BKK, 28178 Bremen.

 

Antrag auf Kinderkrankengeld bei pandemiebedingter Betreuung des Kindes als Download. 


2. Wenn Ihr Kind krank ist, reichen Sie bitte die "Ärztliche Bescheinigung bei Erkrankung eines Kindes" wie oben beschrieben ein, die Sie als Eltern von Ihrem Kinderarzt erhalten.

Bedenken Sie bitte, dass das Kinderkrankengeld nicht sofort ausgezahlt werden kann. Für die Berechnung benötigen wir Ihre Verdienstbescheinigung vom Arbeitgeber. Die Verdienstangaben übermittelt uns der Arbeitgeber, nach Abrechnung des Monats in dem die Kinderbetreuung erfolgte. Sobald uns diese vorliegt, kümmern wir uns  schnellstmöglich darum und überweisen Ihnen das Geld auf das von Ihnen genannte Konto.

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Sofern Sie in den letzten zwölf Kalendermonaten vor der Freistellung beitragspflichtige Einmalzahlungen, wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, bezogen haben, erhalten Sie sogar von uns 100 Prozent Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Generell wird Ihr Kinderkrankengeld auf einen gesetzlichen Höchstbetrag begrenzt, dieser beträgt im Jahr 2021 kalendertäglich 112,88 € brutto.

Die Beiträge von Ihrem Kinderkrankengeld werden von der Daimler BKK automatisch an den jeweiligen Versicherungsträger überwiesen.

Darf der komplette Anspruch für Schul-/Kitaschließungen verwendet werden?

Ja. Die 30 bzw. 60 Tage können sowohl für die Betreuung eines kranken Kindes verwendet werden als auch für die Betreuung, weil die Schule oder Kita geschlossen bzw. die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde.


Muss die Schule bzw. Kita komplett geschlossen sein?

Nein, auch wenn die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule bzw. Kita gehen kann, haben Eltern Anspruch.